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By Kathrin Fischer

In der betriebswirtschaftlichen Entscheidungslehre unter Risiko wird zwischen den normativ ausgerichteten und den deskriptiven Theorien unterschieden. Während im normativen Bereich Vorgaben für "rationales" Handeln gemacht werden sollen, ist es das Ziel deskriptiver Ansätze, tatsächliches Entscheidungsverhalten von Individuen, insbesondere im wirtschaftlichen Kontext, zu modellieren.

Kathrin Fischer vergleicht beide Forschungsbereiche, um Ansatzpunkte für eine empirisch fundierte, aber dennoch theoriebasierte betriebswirtschaftliche Entscheidungslehre zu entwickeln. Sie stellt zunächst die bedeutendste normative Theorie, die Theorie des Erwartungsnutzens, umfassend dar und zeigt auf, welche Aspekte realen Entscheidungsverhaltens durch diesen axiomatisch fundierten Ansatz nicht erfasst werden können Im Anschluss erfolgt eine Systematisierung diverser deskriptiver Modelle, z.B. der Prospect Theorie, der rangabhängigen Theorien und der Regret-Theorie, die sich an den wesentlichen formalen Eigenschaften des Erwartungsnutzen-Prinzips orientiert sowie die detaillierte Untersuchung und Bewertung der dargestellten Ansätze.

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Auf den jeweils resultierenden Zahlungen oder Attributen, definiert werden;3 sie erfassen die sog. Hohenpriiferenz des Entscheidungstriigers. B. auf Jevons und Marshall zuriick'" 5 Sofern eine Priiferenzstruktur die Forderungen der Vollstandigkeit und Transitivitiit erfiillt, kann sie durch eine ordinale Wertfunktion erfaBt werden,6 die nur die Ordnung der Alternativen, nicht aber Die Bernoulli-Theorie im Sinne ihres eigentlichen Begriinders ist somit nach Schoemaker (1982) mehr eine deskriptive als eine priiskriptive Theorie, da Bernoulli empirisch beobachtetes Verhalten adiiquat abbilden wollte.

Selten (1990, S. 653). Selten (1990, S. 651 und S. 657). 5 Vgl. Selten (1990, S. ). 6 Bei dem Handelsketten-Paradox (im Orginal: "Chain Store Paradox") geht es urn ein Untemehmen, das in diversen Markten aktiv ist. Weitere Untemehmen wollen in jeweils einen dieser Markte eindringen. Der etablierte Spieler kann die neuen Konkurrenten abzuschrecken versuchen oder aber sich mit ihnen arrangieren. Aufgrund der Auszahlungsstrukturen des Spiels fiihrt die spieltheoretisch korrekte Losung zum "Arrangieren" auf allen Markten, obwohl es intuitiv viel sinnvoller erscheint, den ersten Eindringling durch aggressives Verhalten zu strafen und dadurch die ubrigen abzuschrecken.

Vgl. B. SchneeweiB (1967, S. 45). Zu beachten ist, daB in diesem Falle davon ausgegangen wird, daJl derEntscheidungstriiger die Chance bereits besitzt, sich also nicht im "Zustand der Sicherheit" befindet; denn das Sicherheitsaquivalent ist die sichere Zahlung, fur die sich der Entscheidungstrager von der Chance trennen wiirde. Auf die Unterscheidung zwischen der Risiko-Nutzenfunktion im hier dargestellten Sinne und der Risikopraferenzfunktion Krelles sowie auf die damit zusammenhiingenden Begriffe der "relativen" Risikoaversion, -freude und -neutralitat wird unten noch eingegangen.

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