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By Hans-Dieter Barke

Unterrichtsplaner gingen lange davon aus, dass Schüler kaum eigene Vorstellungen in den Unterricht mitbringen. Fachdidaktische Erhebungen zeigen allerdings, dass Kinder und Jugendliche sehr wohl eigene Ideen zu Natur und Alltag haben. Chemiedidaktiker ermöglichen erfolgreiches Lernen, indem sie diese diagnostizieren. Anhand eigener checks oder Interviews können sie Fehlvorstellungen ihrer Schüler ermitteln und erforderliche Korrekturen vornehmen.

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Es bleiben trotz des Unterrichts durch eine Fachkraft diffuse Vorstellungen zurück, die den heute gültigen wissenschaftlichen Theorien und Verabredungen nicht entsprechen. Einige Beispiele mögen das zeigen. In der Schulchemie ist es Tradition, chemische Reaktionen von physikalischen Vorgängen abzugrenzen. Bei der Bildung von Metallsulfiden aus den Elementen etwa entstehen unter Energieabgabe neue Stoffe – damit seien die beiden Kriterien der chemischen Reaktion erfüllt. Das Lösen von Substanzen in Wasser wird dagegen als „physikalischer Vorgang“ definiert, denn er verändere den sich lösenden Stoff „eigentlich“ nicht, dieser sei durch „physikalische“ Trennverfahren „unverändert“ wieder zu gewinnen.

10. 11. 12. 13. 3 Stoffe und Eigenschaften Der Chemieunterricht hat das zentrale Ziel, den Jugendlichen möglichst viele Phänomene aus Alltag und Lebenswelt nahe zu bringen und verständlich zu machen: alle Lehrpläne, Richtlinien und Schulbücher bemühen sich, Wege zu diesem Ziel aufzuzeigen. Auch lernpsychologische Grundprinzipien gebieten es, an Sachverhalte anzuknüpfen, die Jugendliche aus eigener Anschauung kennen und diesbezüglich erste kognitive Strukturen entwickelt haben. Nun sind oftmals die einfachsten Naturphänomene nicht zu durchschauen, ohne eine naturwissenschaftliche Modellvorstellung zu kennen: ob es das Verdunsten einer Regenpfütze oder das Verbrennen von Grillkohle ist – heute zutreffende Interpretationen sind erst auf der Grundlage von Vorstellungen zum Aufbau der Materie aus Atomen, Ionen oder Molekülen möglich.

Insbesondere lassen sich Experimente bereitstellen, die nach Diskussion der Präkonzepte zur gültigen Vorstellung führen. In den folgenden Unterkapiteln werden jeweils solche Unterrichtswege zunächst ohne eine Teilchenvorstellung vorgeschlagen. In Kap. 4 folgen dann Diagnosen und Korrekturvorschläge zum Teilchenkonzept und zum Atommodell nach Dalton. 1 Animistische Sprechweisen Schüler und Schülerinnen des Anfangsunterrichts im Fach Chemie sind in ihrer geistigen Entwicklung überwiegend dem Stadium konkreter Denkoperationen nach PIAGET zuzuordnen, sie sind in ihren Vorstellungen überwiegend auf das konkrete Objekt fixiert.

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