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Die Schwache und Foigeniosigkeit der biirgerlichen "Opposition" gegen den heraufziehenden Faschismus rechtfertigt die These, daB der einzig mogliche massenhafte Widerstand gegen NS-Bewegung und Faschisierung von der Arbeiterbewegung bzw. unter ihrer Fiihrung organisiert werden konnte. Denn zu dieser verhielt sich der Faschismus nicht wie zu einem politischen Konkurrenten, sondern wie zu einem existentiellen, d. h. zu vernichtenden Feind. Fiir den Erfolg des antifaschistischen Kampfes der Arbeiterbewegung kam es darauf an, dem FaschisierungsprozeB den vereinten Widerstand, d.

Dieser dominierte die Partei eindeutig bis zum Beginn des Weltkriegs, und seine protektionistischen Interessen fiihrten die Partei infolge der Agrarkrise (seit 1873) aus der Oppositionshaltung zum Biindnis zwischen den - zwar protestantischen, nunmehr aber mehrheitlich von einer freihiindlerischen auf eine protektionistische AuBenwirtschaftspolitik umschwenkenden - Nationalliberalen und Reichskonservativen heraus. Der seit 1878 von Bismarck verfolgte Kurs sozialpolitischer MaBnahmen, gepaart mit der Unterdriickung der organisierten Arbeiterbewegung einerseits und Abkehr vom Wirtschaftsliberalismus andererseits, entsprach durchaus dem in der katholischen Soziallehre niedergelegten antisozialistischen und antiliberalen Konzept des Zentrums, das auch nach 1879 eine Honoratiorenpartei blieb, im 1890 gegriindeten Volksverein fiir das katholische Deutschland aber iiber eine Massenorganisation (1914: 805 000 Mitglieder) verfiigte.

1" konnten die verschiedenen Interessen, Aggressionen und Angste der in Faschisierung und NS-Diktatur 49 sich uneinheitlichen Mittelschichten zusammengefaBt und auf einen simplizifierten SUndenbock gelenkt werden. Dabei faBt die Bezeichnung Mittelschichten die sozialen Gruppen, auf deren 6konomische und soziale Angste das faschistische Programm reagierte, begrifflich nur unzuLeichend zusammen. Denn diese setzten sich aus den verschiedenen Berufsgruppen zusammen, die klassenmaBig zum Teil noch Relikte der vorkapitalistischen Produktionsweise, zum Teil aber auch erst aus der reiferen kapitalistischen Entwicklung hervorgegangen waren.

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