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By Urs Marti

Inhalt
Einleitung
Seite 1
I
Nietzsches Urteil tiber die Franz6sische Revolution
Seite 8
II
Rousseau , Kant und die Moralitat der Revolution
Seite 26
III
Der Umsturz als Autoritatszerfall.
Nietzsches Beschaftigung mit der Geschichte der Revolution
Seite 58
IV
Die offizielle und die verborgene Revolution
Seite 88
V
1848 - spate Folgen einer gescheiterten Revolution
Seite 144
VI
Die soziale Revolution und die sozialistische Bewegung
Seite 141
VII
Aspekte der Demokratisierung
Seite 189
VIII
Der hohere Mensch und seine demokratische Herkunfi
Seite 236
IX
Revolutionare Hoffnungen eines unpolitischen Menschen
Seite 269
Schluss
Seire 296
Anmerkungen
Seite 303
Bibliographie
Seite 384
Personenregister

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Seit Jahren wird in politischer Öffentlichkeit und Wissenschaft heftig darüber gestritten, welches Sprechen über den Islam als legitimer Teil demokratischer Debatten zu betrachten ist und welches nicht. Diese Konflikte nimmt Floris Biskamp als Ausgangspunkt für eine theoretische Diskussion von Aushandlungen kultureller Differenz in der demokratischen Öffentlichkeit.

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Bemerkenswert ist, dass Taine in seine Typologie des Jakobinismus die Girondisten miteinbezieht: Condorcet und Mme Roland werden als Beispiele angeführt78 • In der Einleitung zum 1885 erschienenen dritten Band des zweiten Teils - Le gouvernement revolutionnaire- vergleicht Taine die Prinzipien von 1789 mit einer antiken Religion und die revolutionäre Macht mit einem nimmersatten Krokodil, das als Gott verehrt wird. Sein Werk, so betont er, sei ausschliesslich für die Liebhaber der moralischen Tierkunde geschrieben.

Nach dem Erlahmen der revolutionären Energien tritt die Ernüchterung ein; die bleibenden Resultate der Umwälzung erweisen sich als gering. Die zu neuem Reichtum gelangten sozialen Schichten betrachten die Erhaltung der Besitzverhältnisse als Selbstzweck und sind schnell bereit, ihr die politischen Freiheiten zu opfern. Aufrüstung und Krieg gegen äussere Mächte sind die beherrschenden Merkmale in einer weiteren Phase der Krise; der Militarismus drängt auf die Ablösung der neu errichteten Republik durch eine despotische Staatsform.

Laut einem Vertrag, der seit Jahrhunderten gilt, darf der Staat nicht aufgelöst werden. Überdies ist es unmöglich, die Aristokratie auf Dauer zu unterdrücken; in jeder Gesellschaft existiert eine Oberschicht von Familien, deren Mitglieder dank ihres Vermögens, ihres Ranges und ihrer gesellschaftlichen Umgangsformen zur politischen Führung berufen sind. Taine vergleicht die Assemblee constituante mit einem schlechten Arzt, der in blindem Eifer den gesunden Organismus zerstört. Indem sie die herrschenden Klassen entmachtet und die historisch gewachsenen Korporationen auflöst, hebt sie jede Rangordnung auf und zerschneidet alle Bindungen zwischen den Menschen72 • Zwischen 1789 und 1793 scheinen Rousseaus Phantasien Wirklichkeit geworden zu sein; Frankreich lebt in Festfreuden, es zelebriert die Brüderlichkeit und die Harmonie.

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