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By Georg Vobruba

“Die Gesellschaft der Leute” bezeichnet den Gegenstand soziologischer Beobachtung. Die Soziologie nimmt in den Blick, wie die Gesellschaft in der Gesellschaft beobachtet und interpretiert wird, woraus sich die Beobachtungen und Interpretationen ergeben und used to be daraus folgt.
Diese Einstellung der Soziologie auf Beobachtungen zweiter Ordnung führt zum Programm der soziologischen Gesellschaftstheorie.
Georg Vobruba entwickelt dieses Programm und führt es anhand seiner Schlüsselbegriffe Gesellschaftsgestaltung, Kritik, Sicherheit, Autonomiegewinne und Selbstgestaltung durch.

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Dies artikuliert sich in der Spannung zwischen Selbstkontrolle und Kritik, den beiden Grundmotiven der Textproduktion Intellektueller nach der Auflösung ihrer Verbindung mit Macht. Vor dem Hintergrund eines kategorischen Machtenthaltsamkeitspostulats sind Verbindungen von Macht und Intellektualität der „Verrat der Intellektuellen“ (Benda 1988). Historisch scheinen die Verbindung mit Macht einerseits und Machtenthaltsamkeit andererseits weniger wählbare Alternativen, sondern eher unterschiedliche Phasen der Entwicklung von Intellektualität zu sein.

Darum wird in der Zentralverwaltungswirtschaft typischerweise nicht das gekauft, was man kaufen will, sondern das, was da ist. “ (Westphal, Herr 1991: 142) Die Funktionsmängel der offiziellen Märkte stimulierten die Entwicklung einer Untergrundökonomie, die aus einem Schwarzmarkt, einer zweiten Produktion und einem rudimentären Geldkreislauf in einer wertstabilen, ausländischen Währung bestand. Die Untergrundökonomie entfaltete in der sozialistischen Gesellschaft ambivalente Wirkungen: Einerseits leistete sie einen Beitrag zur Bewältigung der Knappheitsprobleme und trug damit zur Stabilität des Systems bei.

Die „Rückverwiesenheit an sich selbst“ (Dux 2008: 267; vgl. Dux 1982: 303) hat zur Konsequenz, dass Herrschaft ebenso wie Kritik nun in keinerlei absoluten Prinzipien mehr legitimatorisch verankert werden kann. Was als legitimatorisches Kriterium bleibt, sind die Leute samt ihren Interessen. Diese Interessen können unterdrückt werden, und sie werden unterdrückt. Aber gerade an der Erfahrung von Unterdrückung wird die Selbstgestaltung der sozialen Verhältnisse augenfällig: Menschen machen die Verhältnisse zu Lasten anderer Menschen.

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