Download Einfuhrung in die Chemische Physiologie by Emil Lehnartz PDF

By Emil Lehnartz

Der Anregung der Verlagsbuchhandlung, ein Lehrbuch der chemischen Physiologie zu verfassen, bin ich im Jahre 1936 gern nachgekommen, weil es mir reizvoll erschien, Tatsachenmaterial und theoretische Vor­ stellungen dieser Wissenschaft vor allem im Sinne einer allgemeinen bio­ logischen Chemie zu ordnen und zusammenzufassen. Voraussetzung dafür schien mir eine eingehende Abhandlung der deskriptiven Biochemie, additionally eine Beschreibung der chemischen Stoffe, die von biologischer Bedeutung sind. Aber eine solche "chemische Anatomie" ist Beginn, nicht Ziel der chemischen Physiologie. Dieses liegt vielmehr in der Erforschung der physiologischen Vorgänge, soweit sie chemischer Natur oder mit chemischen Methoden faßbar sind. Da die Zellen und Organe, der Schauplatz dieser Vorgänge, physikochemischen Gesetzmäßigkeiten unterworfen sind, wurden diese wenigstens in ihren Grundzügen behandelt. Zellen und Organe ver­ fügen über besondere ehe mische Werkzeuge, die sie zu ihren biologischen Leistungen befähigen und die wir als Wirkstoffe bezeichnen. Auf eine ein­ gehende Darstellung gerade dieser Stoffe und ihrer Wirkungen wurde be­ sonderer Wert gelegt, da uns ihre Funktion am ehesten einen Einblick in die Werkstatt des Lebens gestattet. Schließlich struggle zu zeigen, in welcher Weise der Organismus und seine Organe die Körperbausteine umformen, um die in ihnen gebundene Energie in Freiheit zu setzen und nutzbar zu machen; es warfare daher in besonderen Abschnitten der inter­ mediäre Stoffwechsel und der Stoffwechsel einiger Organe abzuhandeln.

Show description

Read or Download Einfuhrung in die Chemische Physiologie PDF

Best german_6 books

Handbuch Medien- und Multimediamanagement

Das Medien- und Multimediamanagement ist durch eine erhebliche Dynamik und zunehmende Komplexität gekennzeichnet. Neue Leistungsangebote, effizientere Übertragungstechnologien, leistungsfähigere Endgeräte und veränderte Nachfragestrukturen beeinflussen neben den technischen, kulturellen, sozialen und regulativen insbesondere auch die wirtschaftlichen Strukturen.

Mechatronik: Grundlagen und Anwendungen technischer Systeme

Dieses Fachbuch beschreibt mit aussagekräftigen Abbildungen kurz und prägnant die Grundlagen und Anwendungen der Mechatronik: von der Makro- und Mikrotechnik bis hin zur Nanotechnik. Erstmalig wird durchgängig eine ganzheitlich-systemtechnische Behandlung mechatronischer Systeme vorgenommen. Ein Schwerpunkt liegt in der Darstellung von Praxisanwendungen wie z.

Additional resources for Einfuhrung in die Chemische Physiologie

Example text

B. auf 500 Glucoseeinheiten eine), die wesentlich leichter spaltbar sind als die normalen Bindungen (Lockerstellen). Der Feinbau von Stärke und Glykogen ist ebenfalls weitgehend aufgeklärt worden. Zieht man in Betracht, daß Stärke wie auch Glykogen bei der enzymatischen Aufspaltung ebenfalls zu einem Disaccharid, der Maltose, zerfallen, so erscheint der Schluß berechtigt, daß auch in diesen für die Physiologie der Tierwelt und des Menschen so wichtigen Stoffen ein Disaccharid vorgebildet ist. \ ellipsoide Kolloidmoleküle vorliegen, von denen das Glykogen • \.

1~1 HOH I' 1 /1_ 0 _1'~®-® 1 1/ OH~('0_0 \2. \. ; 1 OH Glucoserest Lactose Lactose ein freies Acetalhydroxyl enthält, reduziert sie und bildet ein Osazon. Ihre Bildung in der lactierenden Milchdrüse ist bereits erwähnt. Sie wird öfters im Harn von Wöchnerinnen aufgefunden. Durch Oxydation geht die Glucose in Zuckersäure, die Galaktose in Schleimsäure über, eine Eigenschaft, die wegen der geringen Löslichkeit der Schleimsäure zur Identifizierung der Lactose dienen kann. Durch ein besonderes im Darm vorkommendes Ferment, die Lactase (s.

44-51 0 Rindertalg . . . . 42-49° Schweinefett . . . 36-460 einiger natürlicher Fette. Hühnerfett . . . . 33-400 Gänsefett........ 26-34 0 Menschenfett . . . 0,5-40° Der Schmelzpunkt der Depotfette ist im übrigen natürlich entsprechend dem vorher Gesagten auch abhängig von der Art der mit der Nahrung zugeführten Fette. Aufschluß über die Zusammensetzung eines Fettes geben ferner eine Reihe von Kenn· zahlen, von denen hier nur einige aufgeführt werden. Die Verseifungszahl gibt an, wieviel Milligramm Kalilauge zur Verseifung von 1 g Fett verbraucht werden; diese Zahl ist um so 38 Fette, Wachse, Phosphatide und Cerebroside.

Download PDF sample

Rated 4.15 of 5 – based on 30 votes